Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde im Verlaufe des Jahres 2024 nach wie vor durch ein krisengeprägtes Umfeld ausgebremst. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen sorgten für Verunsicherung bei Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Handel verlor global an Schwung, was negative Auswirkungen auf die deutsche Exportwirtschaft hatte. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsebenen die Konjunktur.
Trotz dieser gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen ist die konjunkturelle Stimmungslage im regionalen Handwerk im Berichtszeitraum auf leicht positivem Niveau stabil geblieben. Der Geschäftsklimaindex bleibt im Vergleich zur Frühjahrsbefragung mit 107 Punkten unverändert. Dabei wird die aktuelle Geschäftslage im Herbst 2024 von den Betrieben überwiegend positiv eingeschätzt. So berichten 45 Prozent der befragten Handwerksbetriebe von einer guten Geschäftslage. 41 Prozent bewerten die Geschäftslage als befriedigend. 14 Prozent der befragten Handwerksbetriebe beklagen hingegen eine schlechte Geschäftslage. Die konjunkturellen Zukunftsaussichten für die nächsten Monate werden im Herbst 2024 eher weniger gut und eingetrübt bewertet. So geht jeder dritte Handwerksbetrieb davon aus, dass sich die Geschäftslage verschlechtern wird. Denen stehen 13 Prozent der Betriebe im Gesamthandwerk gegenüber, die mit einer besseren Geschäftsentwicklung rechnen.
Als Risikofaktoren für die Konjunktur im Handwerk könnten sich weiter ausbleibende Investitionen in die Energie- und Klimatransformation infolge politisch erzeugter Unsicherheiten erweisen. Auch bedarf es Impulse für die Baukonjunktur. Große Herausforderungen sehen die Betriebe im Fachkräftemangel, in der Umsetzung der Digitalisierung und in der wachsenden Bürokratie."