Im zurückliegenden Jahr konnte die Arbeit in unseren Maßnahmen, Projekten und unsere Ausbildungs- und Fortbildungsleistung in allen Bereichen erfolgreich umgesetzt werden. Die weiterhin schwankenden Größenordnungen in den Ausbildungsjahrgängen wurden erfolgreich kompensiert und durch die Umsetzung der Kapazitäten auf andere Formate und Dienstleistungen ausgeglichen.
Der stabile Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Region stützt die Erfordernisse, stetig an Inhalten und Ausrichtung der Ausbildungsleistung zu arbeiten. Neben maßgeblichen Änderungen der Ausbildungsordnungen sind auch regionale Aspekte, wie z.B. die Wasserstoffmodellregion, die weiter vordringende Digitalisierung und auch der regionale Anteil an Handwerksunternehmen, maßgebliche Treiber für unsere Arbeit. Darüber hinaus zeigt auch der demographische Wandel aktuell nur einen geringen Einfluss.
Aus der Änderung der Zuständigkeit für unter 25jährige, vom regionalen Jobcenter zur Arbeitsagentur, zeigen sich für uns neue Möglichkeiten und Aspekte. Die mit dieser Zuordnungsanpassung verbundene Durchgängigkeit an zwei Übergangsschwellen, unterstützt die qualitative Berufsorientierung bis hin zu unterstützenden Leistungen lernschwacher Schülerinnen und Schüler, sowie eine strukturierte Betrachtung der beruflichen Weiterentwicklung.
Hinzu kommt, dass durch das Chancengleichheitsgesetz und das aktive Programm der Agentur für Arbeit zur Unterstützung der Berufsbildung im Erwerbsleben, Unterstützungsangebote für Unternehmen den Bedarf nach Qualifizierung und Weiterentwicklung spürbar verstärken. Bereits werden die ersten Auswirkungen sichtbar, so dass eine Erweiterung unseres Angebotes an Fort- und Weiterbildungen entstanden ist und fortgeführt wird.
Durch die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Verstärkung der Ausbildersituation und Optimierung der Abläufe, verfügt der Campus Handwerk über eine gesicherte Grundlage, die Aufgaben für das Handwerk, die Region und die Gesellschaft über die erforderten Maße hinaus zu erfüllen.
Als stärkster und größter Ausbildungspartner in der Region südliches Emsland und Grafschaft Bentheim werden wir weiterhin mit unseren Leistungen, Maßnahmen und Projekten die Auszubildenden, den Ausbildern, den Fachkräften und Betrieben unterstützend zur Seite stehen.
Unternehmen sehen Auslandspraktika mittlerweile als Möglichkeit, ihr Ausbildungsangebot zu stärken und angehende sowie junge Fachkräfte zu binden. Sie erkennen den Vorteil mit dem Angebot eines Auslandspraktikums als attraktiver Ausbildungsbetrieb wahrgenommen zu werden. Bemerken die Vorteile, dass Ihre Auszubildenden und jungen Fachkräfte mehr Selbstständigkeit entwickeln und damit verbunden die Selbstsicherheit und Flexibilität, mit neuen beruflichen Herausforderungen umzugehen. Es gibt Fördermittel für Auslandspraktika, so dass das Angebot vielen Azubis und jungen Fachkräften nach der Ausbildung offensteht.
Im Jahr 2024 hat das Projektteam von Berufsbildung ohne Grenzen Betriebe, Auszubildende und junge Fachkräfte aktiv dabei unterstützt, Auslandspraktika zu realisieren und wertvolle internationale Kompetenzen zu erwerben. Darunter beispielsweise in Nord- und Mittelitalien, auf Kreta, sowie in Österreich und Frankreich. Malta war wieder mit einer großen Gruppe vertreten. Vor allem das Angebot der vier-wöchigen Gruppenreisen zog sehr viele Auszubildende an. Die Mund-zu-Mund-Propaganda der Azubis und die mittlerweile gewonnenen Erfahrungswerte der entsendenden Betriebe aus den vergangenen Gruppenreisen waren dabei sehr hilfreich! Bei einer Gruppenreise organisiert das BOG-Team die gemeinsamen Flüge und die Versicherungen und räumlich Nahe Unterbringung der Azubis. Vor- und Nach-bereitungstreffen vertiefen die Lernerfahrung. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst fanden Reisen nach Malta, Kreta und Vicenza statt. Für das Jahr 2025 sind Gruppenreisen nach Malta, Portugal, Irland und für eine kleine Gruppe nach Finnland vorgesehen.
Ein Auszubildender berichtete über seine Erfahrungen und die neuen Erkenntnisse, die er während seines Auslandspraktikums auf Kreta gewonnen hat: „Ich habe gelernt, schwierige Situationen, ob sprachlich, privat und oder bei der Arbeit, einfach anzugehen. Ich bin offener geworden und kann Menschen aus anderen Ländern besser verstehen, dass sie erst unsere Arbeitsbedingungen kennenlernen müssen. Wie gut unsere Ausbildung organisiert ist und nervige BG-Vorschriften schon Sinn machen. Besonders Arbeiten, bei denen ich flexibel handeln muss, verunsichern mich nicht mehr. Ich habe meine Unsicherheit und die gelegentliche Angst in solchen Situationen wirklich überwunden. Da bin ich jetzt viel mutiger geworden.“ Das BOG-Team ist überzeugt, dass Unternehmen von solchen Lernerfahrungen ihrer Auszubildenden erheblich profitieren können. Weitere Informationen finden Sie hier Auslandspraktikum (padlet.com). Das BOG-Team freut sich auf alle Anfragen, gerne auch zu weltweiten Auslandspraktika! Seit 2020 unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz diese Initiative.
Das Berufsorientierungsprogramm des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) bietet Jugendlichen die Gelegenheit, sich intensiv mit ihren beruflichen Interessen und Perspektiven auseinanderzusetzen. Ziel des Programms ist es, den Teilnehmenden realistische Einblicke in die Berufswelt zu verschaffen, ihre individuellen Kompetenzen und Interessen zu erkennen und gezielt zu fördern. Auf diese Weise soll eine fundierte Berufswahlentscheidung getroffen werden, um spätere Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Die Umsetzung des Programms wird durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie des BIBB ermöglicht.
Im Jahr 2024 nahmen etwa 950 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassenstufen an unserem Berufsorientierungsprogramm teil. Insgesamt arbeiten 17 Schulen aus der Region Emsland und Grafschaft Bentheim als Kooperationsschulen mit uns zusammen.
Das Programm umfasst zwei Bausteine: Die Jugendlichen haben zunächst in einer zweitägigen Potenzialanalyse, begleitet von Fachkräften, mehr über ihre persönlichen Stärken erfahren, die für das Berufsleben relevant sind. In dieser Analyse werden verschiedene Tests und Aufgaben durchgeführt, die sowohl die kognitiven Fähigkeiten als auch die sozialen Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen erfassen. Hieran anknüpfend schloss sich der zweite Baustein, die praxisorientierten BO-Tage an, in denen die Jugendlichen zwei Wochen lang in fünf verschiedenen Berufsfeldern neue Einblicke und praktische Erfahrungen sammeln durften. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 42 Potenzialanalysen durchgeführt, verteilt auf sechs Durchläufe mit jeweils zweiwöchigen BO-Tagen. Die Schülerinnen und Schüler konnten entsprechend ihrer individuellen Interessen vorab Berufsfelder auswählen, die sie während der praxisorientierten BO-Tage näher kennenlernen wollten.
Durch die enge Zusammenarbeit mit rund 30 Anleitenden sowie langjährigen Partnern wie der Reholand GmbH, der Marienhausschule Meppen, der VHS Meppen und der VHS Lingen konnte an unseren Stand-orten in Meppen, Lingen und Nordhorn eine Vielzahl an Berufsfeldern angeboten und praxisnah vermittelt werden. Die Jugendlichen erhielten Einblicke in verschiedene Bereiche, darunter Elektroinstallation, Floristik, Farb-/Raumgestaltung, Bau, Holz/Zimmerei, Kunststoff, Bürowesen, Mediengestaltung, Metall, Gastronomie, Verkauf, Sanitär-Heizung-Klima, Textildesign, Gesundheit, Soziales, Garten- und Landschaftsbau, Kfz-Technik, Haarpflege/Kosmetik, Informationstechnik und Umwelttechnik.
Nach Abschluss der BO-Tage fand zeitnah das abschließende Reflexionseinzelgespräch mit den Schüle-rinnen und Schülern statt. Lehrkräfte oder Erziehungsberechtigte waren zu diesem Gespräch eingeladen und konnten teilnehmen. Das Gespräch diente dazu, die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen einzuordnen und zu verarbeiten. Zudem hatte es das Ziel, die nächsten Schritte in der beruflichen Orientierung festzuhalten.
Diese ersten praktischen Eindrücke verschafften den Jugendlichen mehr Klarheit über ihre beruflichen Vorlieben und unterstützten sie dabei, ihre berufliche Orientierung gezielt zu präzisieren. Das Projekt ist ein fester Bestandteil des schulischen Berufsorientierungskonzepts und trägt insbesondere zur gezielten Auswahl passender Praktikumsstellen bei. Zum Abschluss hat jede Schülerin und jeder Schüler ein individuelles Zertifikat erhalten.
Am 31. Dezember 2024 endete nach zweijähriger Laufzeit das NBank Projekt „Drehpunkt Ausbildung HOCH³“. Das Projekt fand in Kooperation mit verschiedenen Schulen, Betrieben, Azubis und Netzwerkpartnern aus der Region Emsland und Grafschaft Bentheim statt. Es zielte darauf ab, Berufsorientierung, Klimaschutz und Innovationen zu fördern und wurde im Rahmen des Förderprogramms „Innovative Bildungsprojekte der beruflichen Erstausbildung“ durchgeführt.
Das Jahr 2024 startete unter anderem mit einer Klimafaktenreihe auf Facebook, um für klimarelevante Themen zu sensibilisieren. Das für Eltern entwickelte Padlet zum Thema “Mein Kind bei der Berufsorientierung unterstützen” wurde unter anderem als QR-Code auf einem Elternbrief platziert, der mehrmals jährlich im Rahmen von Berufsorientierungsmaßnahmen verschickt wird. Das Projektteam wirkte bei einer Ausbildungsbörse an einer Oberschule mit. An einem aufgebauten Stand informierte das Campus Handwerk Team über grüne Berufe und den Eltern und Schülern wurden wertvolle Informationen und Tipps mit auf den Weg gegeben. Des Weiteren wirkte das Projektteam erneut mit einem zielgerichteten Workshop an Projekttagen bei einer Oberschule mit. Gegen Ende der Projektlaufzeit führte das Projekt-team über zwei Wochen Projekt-/Berufsorientierungstage im Bereich Umwelttechnik durch. Teilge-nommen haben dabei insgesamt rund 60 SchülerInnen für je zwei Tage. Inhaltlich ging es dabei um Themen wie Klimaschutz, grüne Berufe, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. Die Schüler fertigten am zweiten Tag unter Anleitung einen klimafreundlichen Solar-Handyauflader an.
Auch im Jahr 2024 konnten Auszubildende und Ausbilder durch Prüfungsvorbereitungen, Ausbildungsinhalte erweiternde Lehrgänge und Fort- und Weiterbildungen am Campus Handwerk von der finanziellen Unterstützung durch das Projekt im Rahmen der ESF+-Förderung profitieren.
Wir möchten uns auf diesem Wege herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken – SchülerInnen, Azubis, Lehrkräfte und Unternehmen – vielen Dank für die Unterstützung und den wertvollen Beitrag zu diesem Projekterfolg.
Im Jahr 2024 blieb die Nachfrage nach Auslandspraktika stabil. Immer mehr Betriebe erkennen, dass die Integration von Auslandspraktika in die eigene Ausbildung ein Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte sein kann. Angesichts anhaltender geopolitischer Herausforderungen bleibt das Erasmus+ Programm und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit essenziell.
Ein zentraler Schwerpunkt des Erasmus+ Programms des Campus Handwerk war im Jahr 2024 die verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Berufsschulen. Dies diente der Vorbereitung auf die im Jahr 2025 geplante Umwandlung der Erasmus+ Einzelakkreditierung in eine Konsortialakkreditierung. Im entstehenden Konsortium werden wir als führende Einrichtung auftreten und voraussichtlich zunächst mit den Berufsschulen BBS Lingen, BBS Lingen Wirtschaft, GBS Nordhorn und KBS Nordhorn zusammen-arbeiten. Die Bildung des Konsortiums stärkt die Beziehungen zwischen den Lernorten und ermöglicht eine effizientere Abwicklung sowie eine verbesserte Bewerbung der Erasmus+ Auslandspraktika.
Die Fokussierung auf die Region und der Ausbau der strategischen Zusammenarbeit mit den Berufsschulen führten erwartungsgemäß zu einem leichten Rückgang der umgesetzten Praktika. Insgesamt absolvierten im Jahr 2024 insgesamt 54 Azubis ein Auslandspraktikum im Rahmen ihrer Ausbildung. Zudem konnten vier unserer MitarbeiterInnen ihre Fachkenntnisse im Ausland vertiefen. Für 2025 erwarten wir, durch eine verstärkte Bewerbung von Auslandspraktika an den berufsbildenden Schulen und durch Auslandsreisen von Lehrpersonal, beide Zahlen wieder zu steigern. Die beliebtesten Zielländer waren erneut Irland, Malta, Spanien, Italien und Griechenland. Zusätzlich wird Portugal voraussichtlich 2025 als neues Entsendeland hinzukommen.
Das Projekt „HandwerksWandel – Klima und Arbeit im Wandel – das Emsländische Handwerk geht vo-ran“ endete am 31.08.2024 nach zweijähriger Laufzeit. In dem Verbundprojekt arbeitete der Campus Handwerk Süd-West Niedersachsen mit der HÖB in Papenburg zusammen. Verschiedene Bildungsmodu-le wurden für SHK- und Baubetriebe sowie für Endverbraucher angeboten. Im Fokus standen folgende Themen:
Für Unternehmen und Endverbrauchende:
• Klimagerechtes Sanieren finanzieren
• Heizsysteme der Zukunft
Für Bauunternehmen:
• Sommerlicher Wärmeschutz an Dach und Wand inkl. klimarobustes Bauen nach DGNB
• Niederschlagsmanagement
Für SHK-Unternehmen:
• Unser Trinkwassersystem – Sicher und hygienisch – mit Exkursion zum Wasserwerk
• Unser Abwassersystem – Umweltschutz und sicherer Betrieb durch richtige Abwasserinstallati-on – mit Exkursion zur Kläranlage in Lingen
• Wärmepumpen im Bestand
Für Azubis:
• Workshop zum Thema Klimawandel mit Übernachtung bei der HÖB in Papenburg
Erstellt wurden zu allen Themen Trainermaterialien, die übersichtlich in einer digitalen Pinnwand kos-tenfrei unter folgendem Link abgerufen werden können: https://padlet.com/Campusprojekte/HaWaTrainermaterial
Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
Das Programm „Passgenaue Besetzung“ unterstützt nach wie vor die mittelständische Wirtschaft aktiv bei der nachhaltigen Sicherung ihres künftigen Fachkräftebedarfs. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Im Mittelpunkt der Maßnahme standen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Region Emsland und Grafschaft Bentheim und deren Versorgung mit Fach- und Nachwuchskräften. Auch größere Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl ab 500 Arbeitnehmer: innen sind in 2024 dazugekommen. Die Beratung hat sich auf die Besetzung der zahlreichen freien Lehrstellen, EQ - Angebote und Schülerpraktika konzentriert. In diesem Zusammenhang wurden Handwerksunternehmen besucht und beraten, um den betrieblichen Bedarf an Auszubildenden zu ermitteln.
Schüler: innen konnten sich direkt beim Campus Handwerk SWN GmbH melden, um ihre Möglichkeiten zu erfragen. Mit jedem interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde zunächst ein persönliches und individuelles Gespräch geführt. Neben zuletzt erfolgreichen Vermittlungen in Ausbildungs-betriebe, haben mittlerweile auch die ersten Schüler: innen eine EQ – Qualifizierung gestartet und erfolgreich eine Ausbildung 2024 angefangen.
Weitere umfassende Maßnahmen wurden getroffen, um Betriebe und Azubis passgenau zueinander zu bringen. Unter anderem machen weiterhin Werbebanner an allen Standorten auf dieses Projekt aufmerksam. Der Schwerpunkt im Jahr 2024 hat sich auf Social Media Kampagnen konzentriert sowie digitale Zusammenarbeit über TEAMS mit Schulen und Betrieben. Dieses Angebot wurde gut angenommen. Ein monatlicher NEWSLETTER für die teilnehmenden Betriebe hat das Angebot in Bezug auf Einstieg in eine Ausbildung erweitert, so das dadurch eine noch engere Zusammenarbeit mit den Abschlussklassen der Gesamtschulen gewährleistet werden konnte. Die Besuche incl. zahlreicher Beratungsgespräche auf regionalen Ausbildungsmessen im Emsland und in der Grafschaft Bentheim waren ebenfalls fester Be-standteil des Programms. Flyer und digitale Anzeigen in den Pausenhallen wurden bei unterschiedlichen Schulen und Einrichtungen in beiden Landkreisen flächendeckend verteilt und implementiert. Ein positives Feedback gab es von allen Beteiligten, bei der eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Schulen und den Jugendberufsagenturen entstanden ist.
Unser Ziel bleibt es auch 2025, Betriebe bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich Geflüchteter mit einem Sprachniveau von mindestens B2, zu begleiten und so wertvolles, neues Potenzial zu erschließen. Dabei übernehmen wir weiter die Kontaktaufnahme zu potenziellen Ausbildungsbetrieben, um das ideale Matching zu erreichen. Passgenau!
Talentschmiede-JobFit ist eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung durch mobiles Einzelcoaching.
Die Teilnehmenden erhalten von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter des Landkreises Emsland die Kontaktdaten von mehreren Bildungsträgern, die das Coaching anbieten, und entscheiden sich dann für den passenden Anbieter.
Auch in diesem Jahr dürfen wir uns glücklich schätzen, dass die Talentschmiede weiterhin als erfahrenes Coaching Instrument ein reges Interesse findet und durften 89 Teilnehmende im Alter zwischen 17 und 65 Jahren begleiten. Nach wie vor arbeiten wir mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten mit sehr unterschiedlichen Berufserfahrungen und einem breit gefächerten Bildungsniveau. Auffällig sind hier die immer größer werdenden psychischen Probleme der Teilnehmenden. Auch die Zahl der Teilnehmenden mit Migrationshintergründen und Flüchtlingen aus der Ukraine ist weiterhin konstant, hier ist der Abbau von sprachlichen und kulturellen Barrieren immer wieder Bestandteil unserer Arbeit. Die enge Zusammenarbeit mit den Kostenträgern und unser immer größer werdendes Netzwerk leistet hierbei eine gute Unterstützung.
Auf Grund der multiplen Vermittlungshemmnisse ist gerade bei den Kunden des Jobcenters des Land-kreis Emslands die Vermittlung innerhalb von 6 Monaten oft nicht möglich und bedarf häufig einer Verlängerung des Coachings von teilweise weiteren 6 Monaten.
Durch die intensive Arbeit mit den Teilnehmenden von 2178 Unterrichtseinheiten, konnte im Jahr 2024 eine Vermittlungsquote von ca. 60% erreicht werden.
Berufliche Bildung weiterentwickeln und Potenziale im eigenen Unternehmen fördern – das ist das Ziel des Projekts "Kompetenzkultur Mittelstand – Weiterbildung neu gedacht!", gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus).
Bildung ist mehr als Abschlüsse – sie bedeutet, Fähigkeiten zu erkennen, weiterzuentwickeln und sinn-voll einzusetzen. In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt müssen Unternehmen wissen, was ihre Mitarbeitenden können und wo sie gefördert werden sollten, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben.
Die Erwartungen an den Arbeitsplatz ändern sich genauso schnell wie die Technologien, mit denen wir arbeiten. Sinnstiftende Arbeit entsteht, wenn Menschen ihre Stärken einbringen können und sich weiterentwickeln. Personalentwicklung ist daher entscheidend, doch Unternehmen stehen einem unübersichtlichen Angebot an Förderungen, Schulungen und Qualifikationen gegenüber. Wo also anfangen?
Kurzfristige Einzellösungen reichen nicht aus. Nachhaltige Lernkulturen müssen sich in den Arbeitsalltag integrieren, sodass Weiterbildung nicht allein in der Verantwortung der Mitarbeitenden liegt. Doch oft fehlen dafür Ressourcen.
Hier setzt unser Projektteam an: Wir unterstützen Unternehmen direkt vor Ort – sei es bei der Suche nach passenden Weiterbildungsangeboten, der Nutzung von Fördermitteln, der Einführung von Kompetenzanalyse-Tools oder der Ausbildung von Weiterbildungsmentor/-innen. Auch einzelne Mitarbeitende können sich beraten lassen oder an die passenden Expert:innen vermittelt werden.
Unsere Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt "Bildungsökosystem Nordwest" helfen uns, Unternehmen, Führungskräfte und Fachkräfte gezielt zu unterstützen.
Das Projekt „Kompetenzkultur Mittelstand – Weiterbildung neu gedacht“ wird im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.